Gefährliche Souvenirs – Orientbeule, Kala Azar und Loa Loa

Juli 26th, 2006

Gefährliche Souvenirs

Eine Zunahme von Hauterkrankungen wie Orientbeule, Kala Azar oder Loa Loa beklagen deutsche Dermatologen. Immer mehr Urlauber bringen solche löstigen aber auch zum Teil gefährlichen Souvenirs aus Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika und auch aus dem europäischen Mittelmeerraum mit. Verursacht werden viele dieser Erkrankungen meist von Parasiten, die von Mücken, Stechmücken und Flöhen, aber auch von Hundne und Katzen übertragen werden. Da Impfungen kaum möglich sind, hilft nur konsequente Vorbeugung, da wäre zum Beispiel: Insektenschutzmittel verwenden, körperbedeckende Kleidung tragen, im Bett unter Mosikotnetz schlafen und auch Zurückhaltung bei herrenlosen Tieren üben, auch wenn diese noch so niedlich und anhänglich sind.

Orientbeule – Kutane Leishmaniose
Die Erreger der Orientbeule werden durch den Stich der Schmetterlingsmücken oder Sandmücken übertragen. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Kala Azar – Viszerale Leishmaniose
Leishmaniosen sind durch besondere einzellige Parasiten, die Leishmanien, ausgelöste Infektionserkrankungen. Die krankhafte Übertragung erfolgt durch Sand- oder Schmetterlingsmücken. Bei der viszeralen Leishmaniose sind in erster Linie Lymphknoten, Milz, Leber und Knochenmark betroffen. In der Folge kommt es immer zur Vergrösserung von Leber und Milz sowie zu Blutbildveränderungen. Ohne Behandlung endet sie immer tödlich.

Loa Loa – Wanderfilarie
Loa loa, auch als Wanderfilarie oder Augenwurm bekannt, ist ein tropischer Fadenwurm, der beim Menschen im Unterhautfettgewebe, gelegentlich auch im Auge parasitiert und das Krankheitsbild Loiasis hervorruft.Das Vorkommen ist auf West- und Zentralafrika beschränkt, vor allem auf die beiden Kongos, Gabun, Tschad, den Sudan, die Zentralafrikanische Republik, Kamerun, Nigeria und Nord-Angola.



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